Die Alarmierung sollte weiterhin auch über ein Sirenensystem erfolgen.

OCHTERSUM. (wja) Unabhängig von dem mit dem Umfang der Vorjahre vergleichbaren Einsatzgeschehen und den regelmäßigen Übungsabenden zeigte sich die Ochtersumer Feuerwehr insbesondere bei dem Absolvieren von Lehrgängen rührig. So verwies Ortsbrandmeister Dieter Dirks in seinem Rechenschaftsbericht am Freitagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung darauf hin, dass Mitglieder der Ochtersumer Feuerwehr 2019 insgesamt zehn Lehrgänge an der Feuerwehrakademie in Loy absolviert hätten. Dies verdeutliche laut Dirks, dass die Aktivenabteilung seiner Ortsfeuerwehr in den vergangenen Jahren nicht nur quantitativ deutlich gewachsen sei – die Einsatzkräfte bemühten sich auch um Fortbildungen, damit alle Positionen einer Ortsfeuerwehr kompetent besetzt werden könnten.

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„Im Moment besteht unsere Einsatzabteilung aus 39 Mitgliedern, wobei der 40. Aktive bereits in den Startlöchern steht“, so Dirks. Damit überschreite man die erforderliche Mindestzahl an Aktiven für die Existenz einer Ortsfeuerwehr deutlich. Möglich mache diese mehr als ausreichende Versorgung mit Aktiven eine hervorragende Nachwuchsarbeit: Während Jugendwart Wessel Heyken zurzeit 14 Jugendliche auf den Übertritt in die Erwachsenabteilung vorbereitet, konnte Anke Mannott als hauptverantwortliche Betreuerin der Kinderfeuerwehr sogar von 18 Nachwuchskräften in ihrer Abteilung sprechen. „So kann keiner an uns vorbei“, sagte Dirks unter viel Beifall und verwies damit auf die vor wenigen Jahren kurzzeitig entfachte Diskussion über eine Fusion der Ochtersumer Feuerwehr mit der Schweindorfer Nachbarwehr.

Neben einer seit 2018 äußerst positiv verlaufenden Entwicklung der personellen Lage konnte der Ortsbrandmeister zudem verkünden, dass die Wittmunder Kreisbereitschaft plane, in Ochtersum eine Drohnengruppe einzurichten. Die Aktiven in dieser Abteilung setzten sich aus Mitgliedern aller vier Holtriemer Ortsfeuerwehren zusammen, der offiziell erste Dienst stünde schon in diesem Monat an. Samtgemeindebrandmeister Ingo Kruse lag in seinem Grußwort noch etwas anderes am Herzen: „Ich halte im Allgemeinen den Trend in den Kommunen für bedenklich, auf ein Sirenensystem zu verzichten. Denn nicht jeder Feuerwehrmann ist mit einem Brandmeldeempfänger ausgestattet. Außerdem kann mit einer Sirene die Bevölkerung bei einer Großschadenslage flächendeckend gewarnt werden.“

Abschließend wurden Lucas Beckmann, Lars Janssen, Gerrit Köhlke, Rico Freese, Tjark Freese und Steffen Coordes zu Feuerwehrmännern ernannt. Zukünftig Hauptfeuerwehrmann darf sich Holger Manott nennen, sogar schon zu Löschmeistern wurden die beiden stellvertretenden Ortsbrandmeister Hauke Heyen und Sophie Bednarz befördert.

Den Pokal für die beste Dienstbeteiligung erhielt Sonja Janssen. Geehrt für eine 50-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurde Emke Philipps, bereits seit 60 Jahren sind Hinrich Goldenstein und Detert Janssen dabei.